Ausbildungsversicherung bietet keine gute Möglichkeit um für den Nachwuchs zu sparen

Gepostet von am Mai 8, 2012 in Versicherungen | Kommentare deaktiviert

Sobald die ersten notwendigen Anschaffungen für den Nachwuchs finanziert sind, das zuhause für den Nachwuchs steht und die Versicherungen entsprechend angepasst wurden, machen sich viele Eltern mit der Zeit Gedanken über das Ansparen von Kapital. Immerhin wird der Nachwuchs auch größer und möchte irgendwann einmal ein Jugendzimmer, seine erste Wohnung einrichten oder aber das erste eigene Auto kaufen. Alles Sachen welche mit hohen Kosten verbunden sind. Daher ist der Gedanken zum Ansparen von Kapital durchaus sinnvoll. Die Art und Weise wie Eltern aber für den Nachwuchs sparen, dass ist leider ein völlig anderes Kapitel.

 

Ausbildungsversicherung – sparen und Todesfallabsicherung in Einem

Um eine gute Möglichkeit zum Sparen zu finden, nehmen die meisten Eltern eine Beratung in Anspruch. Diese erfolgt häufig bei einem Bankberater oder aber „Finanz- bzw. Versicherungsvermittler“. Eben diese empfehlen nicht selten zum Sparen für den nachwuchs eine Ausbildungsversicherung. Hintergrund besteht darin, dass sich diese vergleichsweise leicht verkaufen lässt und zum anderen eine recht nette Provision für den Vermittler umfasst. Die Argumente für den Verkauf sind immerhin das kontinuierliche Ansparen von Kapital mit einer festen Verzinsung. Außerdem leistet die Ausbildungsversicherung auch noch in dem Fall, dass die Eltern sterben und der Nachwuchs erhält trotzdem die volle Versicherungssumme. So beinhaltet die Ausbildungsversicherung immerhin noch eine attraktive Todesfallleistung.

 

Keine sinnvolle Option um für den Nachwuchs zu sparen

Von diesen sich gut anhörenden Argumenten sollten sich Eltern aber nicht blenden lassen, denn eine Ausbildungsversicherung lohnt sich eigentlich nie – außer für den Vermittler. Bei einer diese Versicherung handelt es sich um eine kapitalbildende Lebensversicherung für die Kunden durch Ihre Beiträge eine nette Provision an den Vermittler bezahlen müssen. Hinzu kommt noch die magere Verzinsung. So wird das Kapital nur mit dem Rechnungshöchstzins garantiert verzinst, dieser beträgt aktuell 1,75% p.a. Hinzu kommt noch eine Überschussbeteiligung von dem Versicherungsunternehmen selbst, jedoch ist diese nicht fest. Eben diese Überschussbeteiligung sinkt aber bereits seit vielen Jahren kontinuierlich. Die Gesamtverzinsung liegt aktuell im Schnitt bei 4% p.a., bei einigen Anbietern bereits unter den 4% p.a. und das für eine Anlage über einen langen Zeitraum (meist 10 oder 15 Jahre). Daher sollten Eltern lieber Alternativen in Anspruch nehmen, die liegen in individuellen Sparprodukten und einer gesonderten Todesfallabsicherung.

 

Risikolebensversicherung bietet sinnvolle Hinterbliebenenabsicherung

Es steht völlig außer Frage, dass Eltern unbedingt an die Hinterbliebenenabsicherung denken sollten. Immerhin sollte die finanzielle Situation des Kindes auch bei dem Tod eines Elternteils oder beider Elternteile gesichert sein. Hierfür ist eine Ausbildungsversicherung aber völlig ungeeignet. Stattdessen empfiehlt es sich hier eine reine Risikolebensversicherung mit einer ausreichend hohen Versicherungssumme zu wählen. Wird hier eine vernünftige Summe festgelegt, reicht diese auch aus um die Kosten für die erste Wohnung, das erste Auto und ein mögliches Studium mit zutragen oder zumindest zu unterstützen. Gleichzeitig sorgt eine hohe Deckungssumme bei einer Risikolebensversicherung für eine grundlegende finanzielle Absicherung.
Im Übrigen sollten Eltern keine Angst vor einer Risikolebensversicherung haben. Der Beitrag ist trotz deutlich höherer Versicherungssumme nicht besonders hoch und durchaus bezahlbar (sofern es sich um eine reine Risikolebensversicherung handelt).

 

Sinnvoll Sparen – Festverzinste Produkte oder Fondssparplan

Wenn die Todesfallabsicherung mit einer Risikolebensversicherung steht, können sich Eltern um das Sparen kümmern und hier ein individuelles Produkt nehmen, welches Ihnen eben gefällt. Je nach gewünschtem Anlagerisiko empfehlen sich sichere Banksparpläne oder aber ein Fondssparplan in gute Mischfonds bzw. Rentenfonds.
Bei den Banksparplänen erhalten Eltern eine sichere und kalkulierbare Guthabenverzinsung. Diese liegt jedoch auf Grund der Sicherheit vergleichsweise niedrig. Wünschen sich Eltern eine bessere Verzinsung, lohnt sich eher ein Fondssparplan in gute Fonds. Hier unterliegt der angelegte Betrag zwar Kursschwankungen, dies wird aber im Laufe der Zeit wieder ausgeglichen. Nach einigen Jahren können Eltern dann durchaus eine durchschnittliche Verzinsung von 4 bis 6% p.a. erhalten – bei guten Misch- oder Rentenfonds. Die deutlich bessere Alternative, da so mehr Kapital für den Nachwuchs zur Verfügung steht.

 

Unabhängige Beratung hilft Eltern die richtige Lösung zum Sparen zu finden

Es durchaus gut wenn Eltern für Ihren Nachwuchs etwas zur Seite legen und Kapital ansparen. Leider wird hier gerne zu einer Ausbildungsversicherung geraten, was keine wirklich gute Lösung ist. Es empfiehlt sich eher Alternativen anzunehmen. Welche hier aber jeweils sinnvoll sind, können bei einer unabhängigen Beratung definiert werden. Eine solche bietet zum Beispiel ein unabhängiger Versicherungsmakler (z.B. http://www.ufkb.de) welcher im Interesse des Kunden handelt und ein passendes Produkt finden muss. Auch ein Honorarberater kann eine unabhängige Beratung bieten – zumindest können sich Eltern bei beiden Beratern sicher sein, dass nicht nach Provisionen verkauft wird und das Interesse des Kunden im Vordergrund steht.